Drei Kontinente an einem Tisch

  • 13.09.17 09:27
  • Willi Kraml, OE1WKL (Red.)
  •   ÖVSV Dachverband

Ende der Woche beginnt die vom Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. ausgerichtete IARU-Region-1-Konferenz in Landshut. Vom 16. bis 23. September werden 135 Delegierte, Funktionäre und Beobachter aus 50 Ländern zusammenkommen, über Anträge beraten und Strategien für die Zukunft des Amateurfunks erarbeiten. Die Vertreter aus den europäischen, afrikanischen und nordasiatischen Amateurfunkverbänden haben mehr als 140 Anträge eingereicht. „Ich bin stolz darauf, dass der DARC in diesem Jahr als Gastgeber der IARU-Konferenz auftritt. Es ist das erste Mal seit fast 60 Jahren, dass die Region 1-Konferenz der International Amateur Radio Union (IARU) wieder in Deutschland stattfindet“, so der DARC-Vorsitzende Steffen Schöppe.

Der DARC hatte sich auf der letzten Konferenz 2014 in Bulgarien um die Ausrichtung der 24. IARU-Region-1-Konferenz beworben und für Landshut die Zusage bekommen. Sieben Seminarräume, plus Aula für die Vollversammlung, stehen den Vertretern der Mitgliedsverbände auf dem Akademie-Campus zur Verfügung. Dort werden sie über verschiedene Themenbereiche beraten: Zukünftige Strategien für die Sicherung des Amateurfunks weltweit, den Erhalt der Frequenzen und Umgang mit Gesetzgebungsverfahren im Bereich Elektromagnetischer Verträglichkeit stehen ebenso auf der Tagesordnungen wie auch das Thema „Morsen als Weltkulturerbe“ und Strategien für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit. Sechs Anträge kommen dabei aus Deutschland. Als weitere Tagesordnungspunkte stehen Wahlen für fünf Komitee-Plätze an. Neun Bewerber haben sich dafür aufstellen lassen. Bei den Arbeitsgruppen kümmert sich beispielsweise auch eine mit dem Namen „STARS“ gezielt um die Länder und Verbände, in denen der Amateurfunk ein Schattendasein fristet.

Als Gastredner zur Eröffnung der 24. IARU-Region-1-Konferenz hat der Abteilungsleiter der Abteilung Radiocommunications der International Telecommunication Union (ITU), Direktor Francois Rancy ebenso seine Teilnahme zugesagt wie Thomas Weber vom Frequenzmanagement des European Communications Office (ECO).

Ich hoffe sehr, dass es uns gelingen wird, die richtige Strategie für die Region 1 zu finden und zu beschließen, damit wir für die Zukunft gut gerüstet sind“, erklärt Jörg Jährig und verweist auf die Arbeit der vergangenen 70 Jahre. „Wir wollen auch in den kommenden 70 Jahren den Amateurfunk leben und unser Hobby auf den Frequenzen ausüben können“, so der Delegationsleiter des achtköpfigen deutschen Teams. Alle drei Jahre treffen sich die Vertreter der Mitgliedsverbände und IARU-Region-1-Gremien zu dieser wichtigen Tagung.

Die IARU ist mit beratender Stimme auf den Weltfunkkonferenzen (WRC) der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union - ITU) vertreten, bei denen über die Vergabe der Frequenzzuteilungen entschieden wird. 2019 findet die nächste WRC statt.

 

Kontakt IARU-Verbindungsbeauftragter

Hans-Jörg Jährig; Enzianstr. 19; 32423 Minden; Tel. 0261 40021719;

E-Mail: dj3hw@darc.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im DARC e. V.

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Tel: 0561 94988-44 od. -41, Fax: 0561 94988-50; E-Mail:
pressestelle@darc.de

[Quelle: DARC]