
Seit dem 1. Januar 2026 nehme ich an der SOTA-Challenge auf 2 m und 70 cm in SSB und CW teil. Das Ziel dabei ist klar: möglichst viele QSOs, möglichst viele Kilometer und das Ganze von möglichst vielen Gipfeln aus.
Die Idee entstand schnell, zwei Disziplinen miteinander zu verbinden – SOTA-Aktivierungen und Contesten. Eine ideale Gelegenheit bot der 1. Subregionale Contest vom 7. März 14:00 UTC bis 8. März 14:00 UTC.
Erster Tag: Göblberg
Der erste Gipfel am 7. März war der Göblberg (OE/OO-119, JN68SC, 801 m) im Hausruckwald. Ein besonderer Vorteil dieses Standortes ist der Aussichtsturm mit etwa 35 m Höhe, der hervorragende Funkbedingungen bietet.
Gefunkt wurde mit dem Clubcall OE5XVL/p. Zum Einsatz kam ein IC-705, der mit etwa 1 W Ansteuerleistung den FA-PA144 Verstärker speiste. Am Ausgang standen so rund 80 W zur Verfügung.
Als Antenne diente eine 6-Element-Leichtbau-Yagi nach DK7ZB.
Insgesamt gelangen 50 QSOs mit Stationen aus OE, DL, OK, I und OM. Dabei kamen fast 10.000 km Gesamtentfernung zusammen.
Das ODX an diesem Tag war IQ5NN in JN63GN mit 510 km.
Ein besonderes Highlight war eine Verbindung zu PA1T in JO33JF, der mich mit S5 aufnehmen konnte. Leider gelang es mir jedoch nicht, sein Signal zurück zu empfangen – ein klassisches Beispiel für eine fast gelungene Weitverbindung auf 2 m.
Zweiter Tag: Pfenningberg
Am nächsten Morgen klingelte bereits um 05:30 Uhr der Wecker. Nach dem Zusammenpacken der Ausrüstung ging es weiter zum zweiten Gipfel: dem Pfenningberg (OE/OO-129, JN78EH, 616 m) bei Linz.
Der Rucksack brachte diesmal rund 20 kg auf die Waage. Neben Funkgerät und Antenne waren vor allem die Akkus verantwortlich für das Gewicht:
Auch hier kam wieder die 6-Element-DK7ZB-Yagi zum Einsatz, etwa 4 m über Grund montiert, die PA wurde diesmal auf 30 W limitiert um bei Single QRP einreichen zu dürfen.
Die Aktivierung erfolgte diesmal unter meinem persönlichen Rufzeichen OE5HKT/p, um die Teilnehmer des Contests nicht zu verwirren und doppelte QSOs mit dem Clubcall zu vermeiden.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 73 QSOs mit Stationen aus
OE, DL, OK, I, S5, 9A, HA, SP und E7.
Dabei kamen über 11.000 km Gesamtentfernung zusammen.
Das ODX war erneut IQ5NN (JN63GN) – diesmal mit 547 km.
Logging einmal anders:
Zum Loggen kam die Smartphone-App Polo Logger zum Einsatz. Diese ist eigentlich als SOTA-Logging-App gedacht und nicht für Conteste optimiert.
Mit einem kleinen Trick funktionierte sie dennoch sehr gut:
Statt nur den Rapport 59 einzutragen, wurde die laufende Contestnummer direkt an den Rapport angehängt, beispielsweise 59025.
So konnten die Verbindungen schnell geloggt werden und auch Dupes waren leicht zu erkennen.
Fazit
Die Kombination aus SOTA-Aktivierung und Contestbetrieb hat sich als äußerst spannend erwiesen. Innerhalb von zwei Tagen, von zwei Gipfeln, konnten auf 2 m insgesamt 123 QSOs gefahren und über 20.000 km Funkstrecke gesammelt werden.
Dabei zeigt sich auch: Es müssen nicht immer die höchsten Berge sein, um große Entfernungen zu überbrücken. Gute Standorte, eine durchdachte portable Station und etwas Ausdauer können ebenfalls beeindruckende Ergebnisse ermöglichen.
Eine sportliche Kombination aus Bergaktivität, portablem Funkbetrieb und Contest-Feeling – definitiv eine Aktivitätsform mit Wiederholungsfaktor.
Vielen Dank an alle Stationen für die vielen Verbindungen!
Vy 73
Michael, OE5HKT
ALD-510