22. IARU HST World Championship

  • 21.10.26, 16:26
  • Willi Kraml
  •   Alle Verbände ÖVSV Dachverband
Die 22. IARU HST Weltmeisterschaft fand von 8.–12. Oktober 2026 in Sousse, 3V (Tunesien), statt. Das OE-Team bestand in diesem Jahr lediglich aus Martin, OE3VBU, der in seiner Altersklasse den 7. Platz erreichen konnte. 
Die schnellsten der Welt traten wieder in den Disziplinen receive, transmit, RufzXP und Morse Runner an. Heuer waren es 68 aktive Teilnehmer in 9 Kategorien. Den Gesamtsieg holte wie erwartet Belarus. Starker Nachwuchs aus Rumänien und Ungarn brachte Abwechslung in den Medaillenspiegel. Das Reglement hat sich minimal geändert, so gibt es nun beim receive 12 Geschwindigkeiten zur Auswahl. Neu ist auch die Echtzeitanalyse jedes eingereichten Durchgangs. Eine willkommene Erleichterung, die den Teilnehmern Stress und auch Zeit spart. Bei allen Berwerben waren diesmal eigene Kopfhörer und Tastatur verpflichtend, was eher der mangelnden Verfügbarkeit vor Ort geschuldet war. 
Am Abschluss - bzw. Reservetag gab es einen gemeinsamen Ausflug zum Amphitheater von El Djem, die Youngsters konnten anschließend an der Clubstaion 3V8SS arbeiten.  
 
Persönlicher Bericht von Martin OE3VBU:
 
Bis knapp vor der Veranstaltung konnte ich aus gesundheitlichen Gründen keine verbindliche Zusage geben. Noch im September auf einem Reha Aufenthalt, hatte ich die Weltmeisterschaft überhaupt nicht am Schirm. Bei der 100 Jahr Feier befand ich meinen Gesundheitszustand als ausreichend stabil, um mitzufahren. Aufgrund mangelden Trainings war mir klar, dass es sehr schwierig wird, die medaillenverwöhnten Daheimgebliebenen mit sportlichen Höchstleistungen oder gar Edelmetall zu versorgen. 
Nach anstrengender Anreise über Nizza, wo zum schon mehrfach verschobenen Starttermin der Maschine um 19:25 nicht bekannt war, ob Tunisair an diesem Abend noch fliegen wird, kam ich um drei Uhr morgens im Hotel zu liegen. An der Rezeption wusste niemand Bescheid. Ich dachte schon, das ist das falsche Hotel.

 

Um 9:00 Uhr durfte ich als Erster beim transmit Bewerb antreten. Fast wäre das Wunder passiert - mit Bronze in realistischer Griffweite ist es der vierte Platz geworden. Einerseits schade, andererseits die beste Platzierung in meiner HST Karierre.
Es hat wieder Freude gemacht, die Leistung und Konzentration auf den Punkt zu bringen. Es gibt hier nur eine Chance. Das Material, die Frisur und die Wirbelsäule haben gehalten.
Gespräche mit den Teilnehmern, Tipps und Tricks austauschen, philosophieren über CW Unterricht oder die Zukunft der Veranstaltung kamen nicht zu kurz.

 

Im einzigartigen Flair der Preisverleihungen mit den vielen Nationalhymnen wird alles andere plötzlich nichtig und klein... Geschenke wurden ausgetauscht und Party gemacht.
Die Heimreise war mit Frank, DL2CC wieder über Nizza angenehm unspektakulär.
Ich bin glücklich, dass ich mitgefahren bin, auch wenn ich nicht voll in Form war. Die Veranstaltung lebt von den Teilnehmern. Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht jeder gewinnen kann. Auch wenn die HST von Aussenstehenden oft als elitär und unnahbar empfunden wird: Alle sind wilkommen, um bei den Bewerben ein paar Punkte zu machen. 
 
73 Martin
 

 

Die Ergebnisse finden sich auf https://rufzxp.net/hst/hst_2026_index_en.html
 
Fotocredits: OE3VBU_transmit_setup von der ARAT facebooksite, habe keine Urheberrechte!
OE3VBU: Foto von LZ1IK
Sousse_Impression, Medaille: Fotos OE3VBU