Über den Mobilbetrieb (Gedicht)

  • 04.07.21, 14:01
  • Erich Frauscher
  •   OE3 - Landesverband Niederösterreich

Mobilbetrieb

Ist Reisen nicht schon ein Vergnügen,
wer das nicht zugibt, der muss lügen.
Und das Gelbe dann vom Ei
ist die Funktstation dabei.
Ja, es ist ein Hochgenuss
Mobilbetrieb vom Campingbus.

Der Transceiver leicht und klein,
geht in jedes Fahrzeug rein.
Wie schnell wird doch ein Akku leer,
zum Senden muss ein zweiter her.
Nicht zu klein und nicht zu groß,
100 Amperestunden bloß.
Und für den Fall der Fälle
ist am Dach die Solarzelle.

Hat man alles gut verstaut,
ist mit der Strecke längst vertraut,
vollgetankt, frisch abgeschmiert,
hofft, dass man kein Öl verliert,
gereinigt, außen und auch innen.
Die Reise kann beginnen.

Jeden Tag zur selben Stunde
gibt es dann die Morgenrunde.
So trifft man da schon früh am Band
Freunde aus dem Heimatland,
und alle werden informiert,
was alles auf der Fahrt passiert.

Wie es auf der Reise geht
und es mit dem Wetter steht.
Gibt's beim Essen keinen Mangel,
war ein Fisch schon an der Angel,
ist das Dosenbier noch kalt
und die Butter noch nicht alt.

Hat der Motor keinen Schaden,
tut die Lichtmaschine laden,
gibt die Spannung zu sehr nach,
ist der Akku etwas schwach,
wie es mit dem Treibstoff steht,
falls der Wagen nicht mehr geht.

Das Signal, heut laut und klar,
wie es sonst nicht vorher war.
Der Tuner geht auch wieder toll,
klar, die Batterie ist wieder voll.

Wenn man in den Urlaub fährt
von Freunden überall gehört,
vom Nordkap bis Sardinien,
zwischen Felsen oder Pinien.
Technik und Natur,
das ist Amateurfunk pur.

Frauscher Erich, OE5EVM