Noch vor der Hitzewelle im Juni 2026 wurde beschlossen, dass wieder einmal ein Gießhübl-Fieldday auf der Kuhheide stattfinden soll. Mit ein paar Rundfragen war auch das Datum geklärt: es sollte Samstag, der 4. Juli 2026 sein. Und wir hatten Glück – die Hitzewelle war abgeklungen, die Temperaturen bis maximal 26°C erträglich.
Als wir knapp vor 9 Uhr früh auf dem Parkplatz Kuhheide erschienen, war Peter, OE3ALB, schon fleißig beim Zelt aufstellen. Auch aus einem anderen ADL war schon jemand gekommen und stand mit seinem Auto in der Wiese der Kuhheide. Als wir den OM (er teilte uns weder Rufzeichen noch Namen mit, sein Auto war in Wiener Neustadt Bezirk angemeldet) höflich ersuchten, sein Auto auf dem Parkplatz zu parken, da wir keine Erlaubnis hätten, auf der Wiese zu stehen, stieg er ziemlich wütend in sein Auto ein und verließ die Kuhheide.
In der Zwischenzeit wurde schon Andis Zelt aufgestellt, die ersten „Möbel“ in den Schatten gestellt, Kabeln verlegt, Maste und Antennen aufgestellt, der von der Gemeinde Gießhübl bereitgestellte 230V-Anschluss in Anspruch genommen und natürlich auch eine Notstromversorgung mit Solarmodul und Akku bereit gemacht. Robert, OE3RVU, zusammen mit seiner weitaus besseren Hälfte Claudia als gute Fee, stellten den Alu-Schiebemast auf und eine Endfed als Sloper sollte die Welt nach Gießhübl bringen. Sein „Kampf“ mit Notebook und Funkgerät zur Inbetriebnahme von WSJT-X war sagenhaft: alle möglichen Tipps waren nicht erfolgreich – aber siehe da: ein Neustart und schon war die Welt wieder ein kleines bisschen mehr in Ordnung.
Peter, OE3ALB, mit starker Unterstützung seiner Zivilschutzkollegen errichteten gleich mehrere Antennen für VHF/UHF und auch Kurzwelle – wobei die Kollegen arbeiteten und Peter die Weisheiten dazu lieferte.
Ewald, OE4ENU mit XYL Sandra, OE4SLC, nahm gemeinsam mit Harald, OE3HOI, den Tisch neben dem Kinderspielplatz in Besitz und versuchte, möglichst POTA-Punkte mit diversen Antennen und QRP-Leistung zu verteilen. Quasi moralische Unterstützung erhielten Sie von Paul, OE3PWR samt XYL. Mitgekommen mit Harald war auch Johannes, OE1DHK, der die UKW-Frequenzen und -Umsetzer testete.
Andi, OE3ANU, versuchte sich mit seiner QRP-Loop und eine ¼-Wellen-Vertikalantenne MA-12 von OE1EQW vervollständigte vorerst das Antennenaufgebot. Mit viel Knoff-Hoff unterstützten uns Charlie, OE3KLU und Franz, OE3RRA.
Jetzt waren die Bedingungen noch halbwegs gut und der Vormittag verging ziemlich rasch. So gegen ½ 12 Uhr knirschten die Bremsen der Fahrräder von Wolfgang, OE1WBS, Sylvia, OE1YXS und Nicolas, OE1NBS. Wolfgang hatte eine DJI-Drohne mit und bat zum Fototermin aus luftiger Höhe.
Pünktlich 5 Minuten vor 12 Uhr war das Magenknurren einiger Teilnehmer und -innen nicht mehr zu überhören und wie auf Befehl begann der „Überfall“ auf unsere Nahrungsquelle „Zum Schwarzen Schaf“. Wie schon gewohnt zauberte der Wirt am Grill Cevapcici, Sparerips, Schopfkoteletts und Lammkoteletts und beim Servieren der Köstlichkeiten nahmen die Gesprächsdichte sowie die Lautstärke schlagartig ab.
Nach dem guten Mittagessen wollten wir noch unseren Selbstbau-Dipol mit den Teleskopstrahlern aufstellen, was als Gemeinschaftsarbeit schnell erledigt war. Der Dipol war etwas besser als die Vertikalantenne und der endgespeiste Sloper, aber DX-iger als Europa war auch nicht mehr zu erreichen.
Am frühen Nachmittag wirkte sich dann jedoch ein „Major Sunstorm“ ziemlich negativ auf die Bedingungen aus, es war wie bei einem Moegel-Dellinger, nix ging mehr. Wir beschlossen also, alles abzubauen und wegzuräumen und nach einer knappen Stunde war die Wiese wieder von uns befreit – im Gegensatz zum „Schwarzen Schaf“, wo wir noch einen Nachmittagskaffee zu uns nahmen und die guten Nachspeisen (Apfelkuchen, Zwetschkenkuchen, Eiskaffee, Schokokuchen!) auch nicht verabscheuten.
Gegen 16 Uhr 30 war dann Aufbruch – und einige Regentropfen begleiteten uns noch in Richtung Heimat.
An einer Wiederholung bei besseren Bedingungen wird bereits gearbeitet.
wann: am Freitag, 12.Dezember 2025, 17:00 Uhr
*POTA = Parks on the Air 🌳