Not- und Katastrophenfunk in Niederösterreich

Unter dem Notfunk-Referat fasst der ÖVSV Niederösterreich alle Informationen und Tätigkeiten zusammen, die sich mit dem Funken im Not- und Katastrophenfall beschäftigen.

Mayday, Mayday, Mayday war gestern!

Das ist jetzt natürlich überspitzt formuliert, aber der Not- und Katastrophenfunk hat in den 2000er Jahren einen massiven Schritt nach vorne gemacht und beschränkt sich längst nicht nur mehr auf Sprechfunk.

Was ist moderner Notfunk?

Abgesehen von Sprechfunk beinhaltet moderner Notfunk die Verwendung von vom Strom und Internet unabhängigen Datenverbindungen. Dadurch lassen sich von Messanger-Diensten, Emailverkehr bis zum normalen Telefonieren viele Möglichkeiten nutzen, um im Ernstfall aktiv zu werden. Besonders im Blackout stellt diese Infrastruktur einen extremen Rückhalt für unsere Behörden dar.

Der Notfunk entwickelt sich auch pausenlos weiter. Im Moment gibt es eine Projektgruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, eine auf LORA  basierende Technologie, die Messaging auf dem Handy analog zu Whatsapp oder Telegramm erlaubt, für den Notfunk verfügbar zu machen. Das bedeutet, dass dieser Messaging dienst auf jedem Handy, unabhängig vom Strom oder Mobilfunknetz betrieben werden kann.

Sobald es dazu konkrete Informationen gibt, wird der ÖVSV das veröffentlichen.

Das war schon alles?

Natürlich nicht! Neuerdings gehört nicht nur der erdgebundene Funk zu unserer Werkzeugkiste im Notfunk. Mit dem Start von QO-100, einem geostationären Satelliten wurde dem Notfunk ein mächtiges Mittel gegeben im Katastrophen- und Blackoutfall weiterhin handlungsfähig zu bleiben. Der Satellit ermöglich uns, auch in abgelegenen, geografisch benachteiligten Gegenden Sprechfunk-, E-Mail, und Datenverkehr einzurichten. Alles, was man braucht, ist freie Sicht Richtung Süden.

Was genau macht der ÖVSV in Niederösterreich im Bereich Notfunk?

Abgesehen von regelmäßigen Übungen, die von der ALLS durchgeführt werden, gibt es in Niederösterreich das Projekt Notfunk NÖ 2025. Dieses beschäftigt sich mit der Vernetzung der Bezirkshauptmannschaften im Katastrophen- und Blackoutfall und hat sich überdies zum Ziel gesetzt, eine Möglichkeit zu schaffen, wie die Bürger und Gemeinden im Notfall weiterhin kommunizieren können.

Der ÖVSV wird somit zu einer wichtigen Stütze, um Behörden und Bürger zu ermöglichen, im Katastrophenfall weiterhin handlungsfähig zu bleiben.

Weitere Informationen zum Projekt Notfunk NÖ 2025

Wie kann ich am Notfunk teilnehmen?

Am Not- und Katastrophenfunk kann jeder Bürger teilnehmen. „Not kennt kein Gebot“ gilt auch gerade im Funkwesen. Möchtest du dich aktiv am Aufbau des Notfunks beteiligen, ist natürlich eine Prüfung zum Funkamateur von Vorteil.

Für Interessierte am Notfunk in Niederösterreich gibt es außerdem den ADL315 , der sich auf den Not- und Katastrophenfunk spezialisiert hat. Interessierte sind an jedem Clubabend willkommen.

Möchtest du eine aktive Rolle im Projekt Notfunk NÖ 2025 übernehmen, melde dich bitte unter: info.notfunk2025@oe3.oevsv.at

Noch keine Amateurfunkprüfung?

Du hast noch keine Amateurfunkprüfung und möchtest vollumfänglich am Not- und Katastrophenfunk teilnehmen. Dann bietet dir der ÖVSV ein reichhaltiges Kursangebot, dass dich bis zur Prüfung begleitet. Informationen zu den Kursen findest du unter: Wie werde ich Funkamateur

Notfunk NÖ 2025

Das Projekt Notfunk NÖ 2025 macht den ÖVSV LV3 zu Speerspitze in der Kommunikation zwischen Bürgern, Gemeinden und Bezirkshauptmannschaften im Katastrophenfall.  

Hier gibt es mehr Informationen

Referat Notfunk

OE3RFA

Rudi Fuchs, Referatsleiter
oe3rfa@oevsv.at

OE3RGB

Rainer Gangl, Referatsleiterstellvertreter
oe3rgb@oevsv.at