Notfunkübung „Land Unter 2021“

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Notfunkübung „Land Unter 2021“

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Notfunkübung der LWZ Tulln, des LV1 und des Bezirks Mödling (ALLS OE3) am 2. und 3. Oktober 2021 anlässlich der österreichweiten Sirenenprobe

Das Thema der Übung ist ein plötzlich eintretender Blackout mit Ausfall der kommerziellen Kommunikation während eines Hochwasserereignisses.
Wir üben die Inbetriebnahme der lokalen Notfunknetze in Wien und im Bezirk Mödling auf den UKW-Bändern, die Aufnahme und Weiterleitung von Notrufen und anderen Nachrichten an die Einsatzleitstellen und die Betriebstechnik im Not- und Katastrophenfunk.

Ein Tiefdruckgebiet mit intensiven Dauerregen hat sich über Zentraleuropa festgesetzt und bereits örtlich Bäche und kleinere Flüsse über die Ufer treten lassen. Die größeren Flüsse führen Hochwasser.
Am 2.10.2021 um ca. 11:25 LT löst ein starker Abfall der Netzfrequenz bei den Notfunkgruppen eine Voralarmierung aus. Über die QRGs der Informationsnetze (Relais Kahlenberg OE1XUU, Relais Gießhübl OE3XLU) sowie teilweise über SMS, Mail und soziale Netze werden die Amateurfunkstellen vom möglichen Eintritt eines Blackouts informiert. Die Stäbe der Notfunkgruppen gehen in Alarmbereitschaft.
Um 11:45 LT tritt mit dem Blackout das Worst Case-Szenario ein. Die kommerzielle Kommunikation fällt aus. Die Amateurfunkstellen werden über die QRGs der Informationsnetze alarmiert und zur Funkstille aufgefordert. Die Leitstellen der Notfunkgruppen werden besetzt.
Um 12:00 LT werden von den Leitstellen aus die Informationsnetze eröffnet. In den Pausen zwischen den Sirenensignalen checken die Amateurfunkstellen in das Informationsnetz ein und melden sich mit Status, Wetterbericht und Hörbarkeit der Sirenen. Die Leitstellen eröffnen untereinander das ARENA-Netz auf Kurzwelle (Phonie) und Datenfunk (Winlink).
Übungsende ist am Sonntag, den 3.10.2021 um ca. 8:00 LT. Die Amateurfunkstellen checken aus den Netzen aus und diese werden geschlossen.
Wir bitten alle teilnehmenden Amateurfunkstellen, während der Übung auf dem jeweiligen Informationsnetz (OE1XUU, OE3XLU) sowie auf der Notruffrequenz 145,5 MHz QRV zu sein, je nach Geräteausstattung nach Möglichkeit auch auf  CB Kanal 9 (27,065 MHz FM) und auf  PMR446 Kanal 8 (446,09375 MHz FM). Besonders auf PMR446 ist im Katastrophenfall mit Notrufen aus der Bevölkerung zu rechnen.
Der Funkverkehr während der Übung wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben von jeder Funkstelle vollständig aufgezeichnet. Es bietet sich an, zusätzlich zum Logbuch für jede ein- und ausgehende Meldung ein Meldungsformular (z.B. Radiogramm, ICS 213) zu führen. 
Über den Ablauf der Übung sei an dieser Stelle nur soviel verraten: Es wird regelmäßige Durchgaben von Bulletins mit anschließendem Bestätigungsverkehr geben. Pegelstände sind abzulesen und an die Leitstellen weiterzugeben. In Wien werden aufgrund der unübersichtlichen Situation einige K-Vorsorgestandorte hochgefahren und mit FunkamateurInnen besetzt. Mit Notrufen auf allen eingesetzten QRGs ist zu rechnen, die aufzunehmen und an die Leitstellen zu übermitteln sind. Damit auch Notrufe mit schwächeren Geräten bzw. aus ungünstigen Funklagen gehört werden, halten wir jeweils 3 Minuten nach der vollen und halben Stunde auf allen QRGs Funkstille ein.
Wir werden den Ausfall der Winlink-Anbindungen proben und p2p-Verbindungen herstellen. Im ARENA-Netz wird dies auf 3.610 MHz +/- QRM p2p (Pactor), im Nachrichtennetz Wien auf 144,875 MHz p2p (PR 1k2) erfolgen.
In der Gemeinde Vösendorf werden versuchsweise fünf Knotenpunkte für WLAN zum Einstieg mittels Mobiltelefon eingerichtet, die mittels PMR mit der Leitstelle in der ALLS OE3 verbunden sind.

Auf rege Teilnahme an der Notfunkübung freuen sich
für die Übungsleitung:

Peter, OE3OPA
Leitung ALLS OE3

Martin, OE1MVA
Notfunkreferent des LV1

 





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